Eisenstoffwechsel

Eisenstoffwechsel-Plot nach Thomas

Die herkömmlichen biochemischen Marker des Eisenstoffwechsels -Ferritin, Transferrin und Transferrinsättigung- liefern bei der Differentialdiagnostik des Eisenmangels im Rahmen der Anämie chronischer Erkrankungen oder unter Erythropoetintherapie nur unzureichende Resultate.
Eine gute Möglichkeit diese diagnostische Lücke zu schließen bietet die Kombination des Ferritinindexes als Indikator der Eisenversorgung der Erythropoese mit dem Retikulozytenhämoglobin (Ret-He), das bei funktionellem Eisenmangel erniedrigt ist.
Die graphische Auftragung im „Diagnostischen Diagramm" nach Thomas et al. (sog. Thomas-Plot) erlaubt die differentialdiagnostische Einteilung in Speichereisen- und Funktionseisenmangel und gibt gleichzeitig Hinweise für eine adäquate Therapie.
Da der Ferritinindex, der sich als Quotient des löslichen Transferrinrezeptors (sTfR) durch den Logarithmus des Ferritins (log Ferritin) errechnet, durch inflammatorische Reaktionen (CRP >0,50 mg/dl) beeinflusst wird, geht dieser Parameter mit in die Erstellung des Plots ein.

Ferritin  ng/ml
Transferrin-Rezeptor, löslich (sTfR) mg/l
Ret-He pg/Reti
CRP  mg/dl




sTfR/log Ferritin 
Quadrant im Thomas-Plot
sTfR/logFerritin-Cutoff


Beurteilung:

Thomas-Plot

 

Literatur:
  • Thomas L, Thomas C, Heimpel H Neue Parameter zur Diagnostik von Eisenmangelzuständen. Dtsch Arztebl 2005; 102:A 580–586
  • Thomas C, Thomas L Biochemical Markers and Hematologic Indices in the Diagnosis of Functional Iron Deficiency. Clin Chem 2002; 48:7 1066–76