Hepatozoonose


Hepatozoen gehören zur Unterklasse der Kokzidien (Protozoa). Für Hund und Katze sind zwei Arten beschrieben: Hepatozoon canis und die erst 1997 entdeckte und in Amerika endemische Art H. americanum.

Das Endemiegebiet der Hepatozoonose ist identisch mit der Verbreitung des Vektors, der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Im mediterranen Raum ist der Erreger H. canis häufig in Süd- und Zentralspanien, sowie in Portugal und auf den Kanarischen Inseln verbreitet. In Griechenland, Italien und Frankreich wird er seltener angetroffen.

In jüngerer Zeit wird der Erreger auch bei Hunden gefunden, die aus großen Hafen­städten (Thessaloniki – Griechenland, Marseille – Frankreich, Alicante und Malaga – Spanien, Istanbul – Türkei) und von den Balearen stammen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand verlaufen viele Infektionen klinisch inapparent. Es sind jedoch auch akute und lebensbedrohliche Erkrankungen möglich. Die frühe Phase der akuten Infek­tion ist gekennzeichnet durch Fieber, Anorexie und Lymphadenopathie, gefolgt von Myositis. Bedingt durch die Wanderung der Sporozoiten treten entzündliche Infiltrate und multiple Läsionen in Leber, Lunge und Knochenmark auf.

Der Nachweis der Hepatozoon-Gamon­ten in Granulozyten und Monozyten ist ab der fünften Woche nach der Infektion möglich und erfolgt aus der „Buffy Coat“-Präparation des EDTA-Blutes.