Leishmaniose


Leishmanien sind begeißelte Protozoen und parasitieren obligat intrazellulär. Zur Entwicklung gehört ein Wirtswechsel zwischen Insekt und warmblütigem Wirbeltier. Im mediterranen Europa kommt ausschließlich der Erreger Leishmania infantum, also der Erreger der inneren, viszeralen Leishmaniose vor.

Je nach Region kommen unterschiedliche Zymodeme („Rassen“) von L. infantum vor. Allein in Europa sind bis heute zehn verschiedene Zymodeme bekannt. Die Übertragung der Leishmanien erfolgt in den endemischen Gebieten (Südeuropa und Nordafrika) durch die Sandmücke der Gattung Phlebotomus. In Deutschland erkrankte Hunde haben sich meist im Mittelmeerraum infiziert.

Die Symptome sind vielfältig und auch an das regionale Vorkommen der verschiedenen Leishmania infantum Zymodeme gebunden.

Der Nachweis von Antikörpern ist frühestens ab der 3. Woche nach der Infektion möglich. Ein hoher Titer wird meist erst nach Monaten erreicht, jedoch stets bevor klinische Symptome auftreten. Deshalb ist ein Test ein bis drei Monate nach Reisen sinnvoll, um eine Infektion zu erkennen.

Auch vor der jährlichen Routineimpfung wird ein Test bei Hunden mediterraner Herkunft empfohlen.