Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)


Die feline infektiöse Peritonitis der Katze wird von einem felinen Coronavirus (FCoV) hervorgerufen, das durch Mutation aus einem harmlosen enteralen Coronavirus entsteht.
Beide Viren sind in ihren antigenetischen und – bis auf eine Mutation – auch in ihren genetischen Eigenschaften identisch, sie unterscheiden sich jedoch maßgeblich in ihrer Pathogenität.

In Deutschland haben zirka die Hälfte aller Katzen Antikörper gegen FCoV, das heißt, sie haben eine Infektion mit dem enteralen Corona­virus durchlaufen. Von diesen seropositiven Katzen entwickeln durchschnittlich fünf Prozent eine FIP. Es ist nicht vorhersehbar, ob und wann eine Mutation auftritt - allerdings existieren prädisponierende Faktoren. Hierzu gehören zum Beispiel Alter (71% < 4 Jahre), Geschlecht (65% männliche Katzen), Haltungsform (65% Freiläufer) und Stress.

 Ähnliches ist auch von FeLV und FIV bekannt. Die FIP ist eine weltweit unter allen Feliden verbreitete, un­heilbare und immer tödlich verlaufende Infektions­krankheit. Es kommt dabei eine komplexe Immunreaktion in Gang, die schließlich zu einem circulus vitiosus führt, an dessen Ende eine Verbrauchskoagulopathie (DIC) steht.

Für die Untersuchung im Labor eignen sich Punktat, Blut (Serum und EDTA-Blut), Kot und Gewebe­proben (Biopsie, Zytologie). Die mit Abstand am sichersten verwertbaren Ergebnisse bringt die Untersuchung von Punktat.

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Ansprechpartner

Dr. med. vet. Gabriele Heigl
Fachtierärztin für klinische Laboratoriumsdiagnostik
gabriele.heigl@synlab.com