Das equine metabolische Syndrom (EMS)
Immer häufiger wird bei Pferden das equine metabolische Syndrom (EMS) diagnostiziert. Die Ursachen sind letztlich noch nicht geklärt, jedoch tritt es meist bei langfristig energiereicher Fütterung (leicht-verdauliche Kohlenhydrate, kraftfutterbetont) in Kombination mit reduzierter körperlicher Aktivität auf.
Leistungsverlust kann ein erstes Anzeichen für ein equines metabolisches Syndrom sein. Die Tiere fallen häufig durch eine rezidivierende Hufrehe ungeklärter Genese auf. Die Pferde neigen zu Fetteinlagerungen speziell an Kamm, Kruppe und bei männlichen Tieren am Präputium. Eine Adipositas kann, muss aber nicht vorhanden sein. Polydipsie-Polyurie ist ein häufiges Symptom. Stuten neigen zu Infertilität oder Zyklusstörungen.
Typisch für ein equines metabolisches Syndrom sind
- Hyperinsulinämie
- milde bis mäßige Hyperglykämie
- meist ein hoher Triglyceridspiegel.
- Der ACTH–Spiegel liegt beim EMS in der Regel im Normbereich, während er beim Cushing erhöht ist.
Zur weiteren Diagnostik kann ein Glucose-Toleranz-Test durchgeführt werden.

