Hyper- und Hyponatriämie
Die Serum-Natriumkonzentration allein gibt keine Auskunft über die Natriummenge im Körper. Tiere mit einer Hypo- oder Hypernatriämie können - bezogen auf den Gesamtbestand an Natrium - einen erniedrigten, normalen oder erhöhten Natriumgehalt aufweisen.
Ob eine Flüssigkeitsverschiebung als Folge einer Überwässerung (Hyperhydratation) oder eines Wasserverlustes (Dehydratation) stattgefunden hat, lässt sich neben der Natriumkonzentration aus dem Hämatokritwert, der Hämoglobinkonzentration, der Erythrozytenzahl und dem Serumeiweißgehalt ermitteln. Hypernatriämien verursachen meist eine Hyperosmolalität, Hyponatriämien meist eine Hypoosmolalität.
Klinische Anzeichen einer Hypo- oder Hypernatriämie sind stärker von der Geschwindigkeit, mit der die Veränderung eintritt, abhängig als vom Grad der Abweichung. Treten neurologische Symptome auf, hat die adäquate Korrektur des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts Priorität vor der spezifischen Diagnosestellung.
Indikationen für die Natrium-Bestimmung sind:
• Dehydratation
• Hyperhydratation
• Ödeme
• Erbrechen
• länger anhaltender Durchfall
• Polyurie
• Polydipsie
• Niereninsuffizienz
• Herzinsuffizienz
• Hyperthyreose
• Hypothyreose
• Hyperadrenokortizismus
• Diabetes mellitus, Diabetes insipidus
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Ansprechpartner
Dr. med. vet. Gabriele HeiglFachtierärztin für klinische Laboratoriumsdiagnostik
gabriele.heigl@synlab.com

