Nierenschutz ist Herzenssache
Unter diesem Motto steht der Weltnierentag am 8. März. Nicht nur aus diesem Anlass möchten wir unsere Einsender darüber informieren, dass über den Serummarker Cystatin C die GFR im „Kreatinin- blinden Bereich“ sehr präzise abgeschätzt werden kann.
Die Bestimmung von Kreatinin ist zwar die gebräuchlichste Methode zur Abschätzung der GFR, jedoch limitieren der Kreatinin-blinde Bereich (Anstieg erst ab zirca 50 Prozent GFR-Verlust) sowie die deutliche Abhängigkeit von Alter und Geschlecht sowie analytische Störanfälligkeit stark die Aussagekraft dieses Parameters. Die Kreatinin-Clearance bietet aufgrund der fehleranfälligen Präanalytik keine wesentliche Verbesserung.
Die Bestimmung von Cystatin C im Serum erlaubt eine zuverlässige Bestimmung der GFR mit deutlich verbesserter Sensitivität.
Was ist Cystatin C?
Cystatin C ist ein niedermolekulares Protein, das ausschließlich frei glomerulär filtriert, im proximalen Tubulus reabsorbiert und katabolisiert wird. Die Serumkonzentration von Cystatin C ist allein abhängig von der glomerulären Filtrationsrate.
Daher kann mit Cystatin C bereits eine Nierenfunktionseinschränkung bei einer beginnenden Reduktion der glomerulären Filtrationsrate noch im Kreatinin-blinden Bereich erkannt werden.
(Den vollständigen Artikel - u.a. mit einer tabellarischen Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Cystatin C versus Kreatinin - finden Sie als pdf am rechten Rand der Seite.)

