Legionellen in Trinkwassersystemen

»Gefahr aus dem Wasserhahn«, »Wenn der Tod aus der Dusche kommt« oder »Legionellen- Alarm in Großbritannien« — so lauten die Überschriften, wenn in Zeitungen über Legionellen berichtet wird. Das führte wohl dazu, dass von den Keimen, die in Warmwasser- und Heizungssystemen vorkommen können, die Legionellen inzwischen am bekanntesten sind.


Legionellen sind gramnegative Stäbchenbakterien, die in Oberflächen- und Grundwässern leben. In normalen Haus­wasserleitungen können sie sich bei Temperaturen knapp unterhalb von 50 °C hervorragend vermehren. Die Konzentration der Keime hängt stark ab von den Rohrleitungssystemen (Rohrinnenwände, Armaturen, Rohr­­leitungs­­führung, Totwasser­zonen).

Die Gattung Legionella umfasst mehr als 50 Arten und mehr als 60 Serogruppen. 90 Prozent aller Legionellen-Erkrankungen werden durch Legionella neumophila verursacht. Dabei sind zwei Ausprägungen bekannt. Die Legionellen-Pneumonie und das Pontiac-Fieber mit milderem Verlauf. Die Krankheit wird durch Einatmen von Legionellen-haltigen Aerosolen verursacht. Ob sich nach einer Infektion Krankheits­symptome zeigen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem von der Virulenz der Legionellen-Serogruppe, der Anzahl eingeatmeter Keime und der Abwehrlage des Menschen.

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Dipl.-Biol. Eva Helm

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