Infekt-assoziierte Arthritiden


Die reaktiven, Infekt-assoziierten Arthritiden gehören zur Gruppe der Spondylarthropathien und darunter zu den seronegativen Arthritiden, wobei „seronegativ“ das Fehlen des Rheumafaktors beschreibt.

Über die Pathogenese der parainfektiösen Arthritiden gibt es bisher nur hypothetische Vorstellungen. Vermutlich handelt es sich um hyperergische Reaktion der Synovia und der Schleimhäute. Die klinischen Manifestationen sind recht unterschiedlich. Häufig bestehen generelle systemische Symptome mit hohem Fieber, Gewichtsverlust, Leistungsabfall und Exanthem. Seltener sind aseptische Meningitis, Perikarditis, Pleuritis, Orchitis, Herz-Rhythmus-Störung und Gefäßstenosen.

Die Gelenkbeschwerden treten vorwiegend in Knie-, Sprung- und- Zehengelenken auf. Die erste Episode ist in der Regel zeitlich limitiert. Über längere Zeiträume werden rekurrierende Episoden von Arthritiden beobachtet. Zirka 30 Prozent der Patienten entwickeln eine Sakroiliitis, nur wenige entwickeln periphere Gelenkdestruktionen.

Wegen der hohen Diversifizierung der klinischen Krankheitsbilder ist die Labordiagnostik eine Grundvoraussetzung für die Diagnosefindung. Ein Screening sollte immunologische und infektionsserologische Untersuchungen umfassen und die häufigsten Erreger einer postinfektiösen reaktiven Arthritis abfragen.

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Vollständiger Bericht

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Rudolf Gruber
Arzt für Laboratoriumsmedizin, Bluttransfusionswesen,
Klinischer Chemiker
rudolf.gruber@synlab.com