Sputumzytologie als Raucher-Vorsorge
Die Sputumzytologie ist zur Früherkennung des Bronchialkarzinoms nur bei klinischem Verdacht eine Kassenleistung. Ohne einen solchen klinischen Verdacht ist die Untersuchung als IGeL-Leistung durchzuführen.
Lungentumore können radiologisch erst ab einer gewissen Größe erkannt werden. Maligne Zellen dagegen sind schon weit früher im entsprechenden Material nachweisbar. Genau diese Eigenschaft macht die Sputumzytologie besonders geeignet für die nicht-invasive Früherkennung im Rahmen der individuellen Vorsorge. Früherkennung umfasst hierbei auch den Nachweis von Dysplasien und Carcinomata in situ – ein gewichtiger Vorteil gegenüber bildgebenden Verfahren.
Die diagnostische Treffsicherheit der Sputumzytologie liegt für Bronchialkarzinome nach verschiedenen Literaturangaben im Schnitt bei 70 Prozent, wobei dieser Wert bei peripheren Bronchialkarzinomen etwas niedriger, bei zentralen Tumoren aber deutlich darüber liegt. Die Spezifität der Methode wird mit nahezu 100 Prozent angegeben, sofern bei der Probengewinnung repräsentatives Material gewonnen wurde.
Entscheidend für aussagefähige Resultate sind zwei Dinge: Erstens die richtige Probengewinnung, denn etwaig vorhandene Tumorzellen befinden sich nur im Sputum aus tieferen Abschnitten des Respirationstraktes. Speichel ist als Material ungeeignet. Die Sensitivität nimmt mit der Anzahl der untersuchten Sputumproben zu, zunächst genügt nur ein optimal gewonnenes Sputum.
Der zweite wichtige Faktor für die Zuverlässigkeit der Ergebnisse ist die Qualifikation des untersuchenden Zytologen. In unserem Kompetenzzentrum für Zytologie arbeiten mehrere Kollegen, die jeweils seit vielen Jahren Erfahrungen gesammelt haben in der Beurteilung maligner Zellen aus den verschiedensten Untersuchungsmaterialien. Daher reicht zunächst eine Sputumprobe aus, um erste Hinweise geben zu können.
Falls diese Probe nicht repräsentativ sein sollte, würden wir um Einsendung weiterer Proben bitten. Die Patienten honorieren das, weil dieses Procedere Kosten senkt.
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Vollständiger Bericht
Ansprechpartner
Dr. med. Dr. rer. nat. Hans-Otto FreyFacharzt für Laboratoriumsmedizin
hans-otto.frey@synlab.com

