Tuberkulosetest: QFT statt THT
Am 1. Januar erteilte die KBV Interferon-Gamma-Release-Assays (IGRAs) eine Vergütungsziffer zur Durchführung von Tuberkulosetests. Der QuantiFERON-TB Gold (QTF)-Bluttest kann unter der EBM-Nummer 32670 in Höhe von 58 Euro erstattet werden.
Bei einem Symposium im Rahmen des 52. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin im April in Dresen hoben Experten noch einmal den „bedeutenden Fortschritt in der TB-Diagnostik hervor:
- QFT ist ein kontrollierter Labortest. Die Ergebnisse zeigen mit einer hohen Genauigkeit an, ob eine Person mit TB-Bakterien infiziert ist oder nicht – im Gegensatz zum klassischen Tuberkulin-Hauttest (THT), dessen Aussage einer subjektiven zu Grunde liegt, was zu falsch positiven Ergebnissen führen kann.
- Der QFT-Test verbessert das Risikomanagement durch schnelle, präzise Ergebnisse. Zum Vergleich: Das THT-Ergebnis muss 48 bis 72 Stunden nach der Injektion beurteilt werden. Viele Patienten erscheinen allerdings nicht zum Ablese-Termin. Beim QFT ist nur ein Arztbesuch erforderlich. Die Laborergebnisse können schon nach 24 Stunden vorliegen.
- QFT ermöglicht einen hochspezifischen Nachweis von Mycobacterium tuberculosis (Spezifität über 99 Prozent, falsch positive Ergebnisse sind nahezu ausgeschlossen).
- Der QFT-Test verbessert das Risikomanagement durch schnelle, präzise Ergebnisse. Zum Vergleich: Das THT-Ergebnis muss 48 bis 72 Stunden nach der Injektion beurteilt werden. Viele Patienten erscheinen allerdings nicht zum Ablese-Termin. Beim QFT ist nur ein Arztbesuch erforderlich. Die Laborergebnisse können schon nach 24 Stunden vorliegen.
- Der Test wird durch vorausgegangene Tuberkulose-Impfungen (z.B. BCG-Impfung) nicht beeinträchtigt, ebenso wenig wie durch die meisten Umweltbakterien, die den THT beeinflussen.
- Der QFT kann in allen Situationen eingesetzt werden, in denen bisher der THT verwendet wurde. Dazu gehören Mitarbeiteruntersuchungen, Untersuchungen gefährdeter Personengruppen oder von Menschen, die vor einer Behandlung mit TNF-alpha-Blockern stehen, sowie Kontaktuntersuchungen.
Ansprechpartner
Dr. med. Harald HoffmannArzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie
harald.hoffmann@synlab.com

