Die Diagnose des Antiphospholipid-Syndroms


Das Antiphospholipid-Syndrom (APS) ist eine wichtige Ursache erworbener Thrombophilie und rezidivierender Aborte oder Frühgeburten. Die Diagnose des APS erfordert neben klinischen Kriterien auch den Nachweis von Antiphospholipidantikörpern. Dieser kann erfolgen durch den Nachweis eines Lupusantikoagulanz oder von mittleren bis hohen Titern von Cardiolipin-Antikörpern oder ß2-Glykoprotein-I-Antikörpern.

Dabei muss ein positives Ergebnis durch eine Wiederholungsuntersuchung im Abstand von mindestens zwölf Wochen bestätigt werden. Dies dient dem Ausschluss transienter Antiphospholipidantikörper, die zum Beispiel im Rahmen von Infekten auftreten, jedoch nicht mit dem APS assoziiert sind.

Aufgrund dieser komplexen Labordiagnostik lassen sich verlässliche Ergebnisse nur durch ein hohes Maß an fachlicher Expertise und Standardisierung sicherstellen.

In der synlab wird durch eine zentrale und standardisierte Abarbeitung am Kompetenzzentrum für Gerinnung (synlab Weiden) sowie die konsequente Beachtung der ISTH-Richtlinien ein Höchstmaß an diagnostischer Qualität sichergestellt. Dies ist unter anderem deshalb von großer Bedeutung, da der Nachweis eines Lupusantikoagulanz bei Thrombosepatienten ein hohes Rezidivrisiko anzeigt und folglich in der Sekundärprophylaxe eine langfristige orale Antikoagulation empfohlen wird.

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Ansprechpartner

Priv. Doz. Dr. med. Wolfgang Drobnik
Laborarzt Bluttransfusionswesen
wolfgang.drobnik@synlab.com