Chronische Polyarthritis: Neue Marker


Die serologische Diagnostik der Rheumatoiden Arthritis (RA) schreitet weiter fort. Der Nachweis spezifischer Autoantikörper und genetischer Marker bei RA-Patienten erlaubt eine frühzeitige Diagnose und Risikostratifizierung. Für die Diagnostik der RA ist der Nachweis des IgM-RF (Rheumafaktor) international standardisiert und am weitesten verbreitet.

Neben diesem traditionellen Nachweis gibt es zahlreiche neuere Antikörper, die beispielsweise gegen cyclisch citrullinierte Antigene (z.B. anti-CCP, anti-MCV) oder aber gegen das A2-Protein des nukleären Ribonukleoproteinkomplexes HNRNP-A2 (RA33-AK) gerichtet sind. Auch der IgA-RF gewinnt aufgrund seiner hohen Sensitivität bei Frühmanifestationen der RA und der Korrelation mit einem erosiven Verlauf (also der Krankheitsaktivität) zunehmend an Bedeutung.

Anti-CCP-Antikörper zum Beispiel sind wertvolle Marker bei RF-negativen Patienten sowie bei Patienten mit einer frühen Krankheitsmanifestation, denn innerhalb der ersten zwei Krankheitsjahre kann man diese Antikörper bei 41 bis 82 Prozent der Patienten nachweisen. CCP-Antikörper besitzen eine dem RF vergleichbare Sensitivität. Die Spezifität von > 90 Prozent ist der des RF allerdings klar überlegen.

Eine moderne Behandlungsstrategie fordert den frühzeitigen Therapiebeginn mit Basistherapeutika (DMARD) und/oder in Kombination mit Biologicals unmittelbar nach Diagnosestellung. Durch eine kontinuierliche Therapienachführung, angepasst an die Krankheitsaktivität, kann eine deutliche Verzögerung des erosiven Prozesses und gelegentlich sogar eine nahezu vollständige Remission erreicht werden.

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Vollständiger Bericht

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Rudolf Gruber
Arzt für Laboratoriumsmedizin, Bluttransfusionswesen,
Klinischer Chemiker
rudolf.gruber@synlab.com