Rhinitis – allergisch oder infektiös?


Bis zu 65 Prozent der Patienten, die häufig Antihistaminika einnehmen, sind nicht IgE-sensibilisiert, haben also gar keine Allergie. Eine Schätzung für möglicherweise unnötig mit Antibiotika behandelte Rhinitis-Patienten liegt nicht vor, die Zahl dürfte jedoch ebenfalls erheblich sein.

Ein einfacher und praktikabler Weg, der Ursache für den variablen Symptomkomplex der Rhinitis nahe zu kommen, ist die Differenzierung in „allergisch“ und „nicht allergisch“ mit Hilfe von Bluttests auf bestimmte Aeroallergene. Diese Allergene können saisonal, manche aber auch ganzjährig auftreten. In der kälteren Jahreszeit finden sich beispielsweise vermehrt Schimmelpilzsporen in der Raumluft aufgrund von Feuchtigkeit in den Wänden. Hier ist die Anamnese allein meist nicht zielführend.

Das Symptom-Profil „Asthma/Rhinitis“ berücksichtigt die Vorgaben des aktuellen EBM (acht Allergene plus gegebenenfalls Gesamt-IgE). Eine Serumprobe genügt, um präzise Ergebnisse für jedes getestete Allergen zu erhalten. Das Symptom-Profil „Asthma/Rhinitis“ ist so zusammengestellt, dass damit 95 Prozent der Rhinitis-Patienten mit allergischer Ursache identifiziert werden können.

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Ansprechpartner

 Gudrun Danzl
Fachärztin für Laboratoriumsmedizin
gudrun.danzl@synlab.com