Diagnostik der Chlamydien-Infektion
Infektionen mit Chlamydia trachomatis-(Ct)-Serogruppe D-K gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Schätzungen zufolge sind rund 50 Prozent der Infertilitiät bei Frauen auf persistierende Ct-Infektionen zurückzuführen.
Der Nachweis einer Chlamydien-Infektion gelingt am sichersten mit Nukleinsäure-Amplifikationstechniken (PCR, LCR). Die Zellkulturtechnik ist zwar spezifisch, aber zu aufwändig und störanfällig. Der Nachweis mittels direkter mikroskopischer Fluoreszenzverfahren erfordert sehr große Erfahrung, ist ebenfalls zeitaufwändig und wenig sensitiv.
Die darüber hinaus angebotenen Schnellnachweise mittels Elisaverfahren, wie Clearview etc., haben keine ausreichende Spezifität und Sensitivität, so dass sie ausschließlich als orientierende Verfahren Verwendung finden sollten. Für den Nachweis von Chlamydien bei Männern sind diese Tests darüber hinaus nicht validiert.
Mit den Nukleinsäure-Amplifikationstechniken ist der Nachweis der Chlamydien auch aus dem Urin möglich, z. B. aus der ersten morgendlichen Urinportion oder dem Urin nach mindestens zweistündiger Miktionskarenz. Dieses Verfahren erlaubt sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine weitgehend sichere Identifizierung einer Chlamydieninfektion.
Eine Partnerdiagnostik ist wie bei allen STD-Infektionen selbstverständlich. Die Therapie sollte im Falle des Nachweises von Chlamydien möglichst synchron bei allen Geschlechtspartnern erfolgen.
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Ansprechpartner
Dr. rer. nat. Andreas LindauerDiplom Biologe, Molekularbiologe
andreas.lindauer@synlab.com

