Dünnschicht-Zytologie

Dünnschicht-Zytologie

Keine Abstriche beim Abstrich

Früherkennung rettet Leben.

Das gilt besonders für Gebärmutterhalskrebs, an dem in Deutschland jedes Jahr 6000 bis 7000 Frauen neu erkranken. Dabei kündigt sich der häufigste Tumor des weiblichen Organismus oft schon zehn bis 20 Jahre im Voraus mit charakteristischen Veränderungen an Zellkernen an.

Der Pap-Test

Der gebräuchlichste Test zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge ist der so genannte Papanicolaou-Test oder Pap-Abstrich. Dazu nimmt der Arzt mit einer kleinen Bürste Zellen von der Gebärmutterhalsschleimhaut ab und streicht diese auf einem Glasplättchen aus. Anschließend werden die Zellen im Labor nach einer speziellen Vorschrift gefärbt und mikroskopisch untersucht.

Allerdings kommt es bei der herkömmlichen Ausstrichherstellung aus technischen Gründen relativ häufig vor, dass der Test nicht ausgewertet werden kann und verdächtige Zellen nicht genau erkennbar sind. Durch Wiederholungsuntersuchungen oder Hinwarten bis zum nächsten Vorsorge-Termin vergeht oft wertvolle Zeit, bis Sie als Patientin wissen, ob alles in Ordnung ist.

Mehr Sicherheit und Aussagekraft

Aus diesem Grund gibt es eine weitere Früherkennungsmethode: Durch eine verbesserte, gründlichere Abstrichtechnik und eine neuartige Probenaufbereitung werden Sicherheit und Aussagekraft der Untersuchung deutlich erhöht.

Dieses Verfahren heißt „Dünnschicht-Zytologie“

Die wichtigste Verbesserung der Dünnschicht-Zytologie betrifft den Abstrich an sich: Eine anatomisch geformte Spezialbürste stellt sicher, dass Zellen aus allen Gebärmutterhalszonen, die bei der Vorsorge besonders genau betrachtet werden müssen, in die Probe gelangen. Das herkömmliche Bürstensystem erfasst dagegen nach dem Zufallsprinzip oft nur einzelne Schleimhautbereiche.

Damit keine Zelle verloren geht, wird der gesamte Bürstenkopf gleich nach der Zellentnahme in ein Gefäß mit einer Speziallösung getaucht. Die Flüssigkeit bereitet das Schleimhautmaterial für die spätere Untersuchung vor.

Die nächsten Schritte erfolgen im Labor. Dort werden Ihre Zellen mit speziellen Verfahren und Präzisionsgeräten aus der Lösung isoliert, in dünner Schicht auf ein Glasplättchen übertragen, gefärbt und mit dem Mikroskop beurteilt.

Keine "Apfelkiste": Nichts wird übersehen

Der Unterschied zwischen einem klassischen Pap-Abstrich und der Dünnschicht- Zytologie ist sofort erkennbar: Schleim und verklumpte Zellen können beim herkömmlichen Abstrich dem Arzt die Beurteilung des Präparates erschweren. Veränderte Zellen werden möglicherweise übersehen.

Durch die neue Präparationstechnik werden störende Schleim-beimengungen beseitigt, Zellklumpen aufgelöst. Die Zellen liegen dünnschichtig und einzeln nebeneinander und können gut beurteilt werden.

Wie darf man sich das vorstellen?

Etwa so: Nehmen wir einmal an, Sie müssten einen faulen Apfel unter lauter frischen finden und haben zwei Möglichkeiten: Entweder Sie schütten alle Äpfel in eine Kiste und blicken von oben drauf. Was aber, wenn der faule Apfel zufällig ganz unten liegt?

Nicht über-, sondern nebeneinander

Oder Sie betrachten die Äpfel aus derselben Perspektive, legen sie aber vorher alle nebeneinander. Mit welcher Methode werden Sie den verdorbenen schneller und zuverlässiger finden?

Eben. Deshalb bedeutet "Dünnschicht-Zytologie" kurz gesagt so viel wie: "Untersuchung von Zellen, die nicht über-, sondern nebeneinander liegen."

Ihr Plus an Sicherheit

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass verdächtige Zellen mit diesem Verfahren leichter und damit früher zu finden sind, als mit dem herkömmlichen Pap-Abstrich.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie dieses Plus an Sicherheit in der Krebsvorsorge für sich in Anspruch nehmen wollen.

Oder wenden Sie sich an unsere Labor-Experten. Wir klären Sie gerne über die Einzelheiten der Untersuchung auf – einschließlich der Kosten. Denn trotz seiner diagnostischen Aussagekraft wird dieser verbesserte Abstrich bislang nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Damit Sie den Vorteil der neuen Dünnschicht- Zytologie dennoch nutzen können, bieten wir den Test als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an.