
Molekulare Onkologie
Unser Beitrag zur personalisierten Medizin
Neu: Diagnose trifft Therapie
Seitdem mehr und mehr klinisch relevante genetische Marker entdeckt werden, ändert sich unser Verständnis von Krebstherapie grundlegend: Zum Beispiel lassen sich die myeloproliferativen Neoplasien (WHO-Definition) durch diese Marker klarer diagnostizieren und klassifizieren, ein Therapieansprechen oder -versagen des Patienten frühzeitig erkennen und damit die Behandlungsentscheidung sicherer beeinflussen. Die Folge: CML-Patienten unter Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren haben ihre Lebenserwartung mehr als verdreifacht – Tendenz steigend. Klar ist: Diese Patienten müssen durch zytologische und molekularbiologische Untersuchungsverfahren engmaschig kontrolliert werden.
Für die Therapie von soliden Tumoren gilt Entsprechendes: Neue Therapeutika sind hoch wirksam – etwa anti-EGFR-Antikörper beim metastasierten kolorektalen Karzinom –, jedoch nur bei den rund 60 Prozent der Patienten, deren Tumor keine Mutation im K-RAS-Gen aufweist.
Wussten Sie schon, dass ...
- wir mit über 12.000 durchgeführten BCRABL- Untersuchungen führend bei der molekularbiologischen Betreuung von CMLPatienten in Deutschland sind?
- nach Expertenmeinung vor einer Behandlung mit EGFR-Antikörpern immer eine K-RAS-Mutation ausgeschlossen werden sollte?
- in Deutschland jährlich rund 80.000 Tumorpatienten mit 5-FU behandelt werden, wobei es in drei bis fünf Prozent der Fälle zu schweren toxischen Nebenwirkungen kommt?
- wir in über 320 von insgesamt gut 21.000 untersuchten Proben von 5-FUPatienten die Exon14-Skipping-Mutation im DPD-Gen entdeckt haben, die zu diesem toxischen Verlauf führt?
Von der FDA werden inzwischen „Biologika“ für die Tumortherapie nur noch zugelassen, wenn zugleich die individuelle Eignung für deren Einsatz auch messbar ist.
Neben der Erhöhung des Therapieerfolgs können auch die Therapiekosten erheblich optimiert werden, denn eine Antikörpertherapie schlägt mit bis zu 40.000 Euro pro Patient und Jahr zu Buche.
Methoden
- Hybridisierungen
- Allelspezifische PCR
- Quantitative PCR
- Sequenzierungen
- Mikroskopie
- Durchflusszytometrie
- Knochenmarks-Zytologie
- Zirkulierende Tumorzellen
- Zytochemische Färbungen
- Immunphänotypisierungen
- Lymphozytendifferenzierungen
Molekulare Onkologie baut auf Synergien im Labor
Mehrere Kompetenzzentren der synlab Gruppe in Deutschland arbeiten zusammen am flächendeckend angebotenen Konzept „Molekulare Onkologie“. Im Mittelpunkt steht das Team der Oncoscreen in Jena mit bundesweiten Kontakten zu niedergelassenen Onkologen, Universitätskliniken und der forschenden Pharmaindustrie.
Sichern Sie mit uns die Diagnostik und Therapie von
- Chronisch myeolischen Leukämien (CML)
- Polycythaemia vera
- Essentiellen Thrombocythämien
- Primären Myelofibrosen
- Systemischen Mastozytosen
- BCR-ABL-negativen myeloproliferativen Neoplasien
- Kolorektalen Karzinomen
- Gastrointestinalen Stromatumoren
- Mamma- und Prostata-Karzinomen
- Nichtkleinzellige Lungenkarzinomen
Diagnostik, Differenzierung und Therapiekontrolle wachsen künftig immer weiter zusammen und formen den Kern der „personalisierten Medizin“. Dieser viel versprechende Ansatz in der Biomedizin verbessert die Heilungschancen, vermindert Nebenwirkungen, verlängert Leben, erhöht die Lebensqualität der Betroffenen und senkt die Kosten im Gesundheitswesen. Mit der Bestimmung einer wachsenden Zahl von molekularen Markern leisten wir unseren Beitrag dazu.
Qualitätsnachweise
- DAkks-Akkreditierung des Labors nach DIN EN ISO 15189 und 17025 seit 2009
- Regelmäßig erfolgreiche Teilnahme an Ringversuchen
- Befunde sind konform mit Guidelines der WHO, DGHO bzw. des Europäischen Leukämienetzwerkes
Ansprechpartner
Leistungsverzeichnis Onkologie
Eine Übersicht unserer Leistungen, allgemeine Hinweise zur Diagnostik sowie Indikationshinweise finden Sie hier.

