
Molekulardiagnostik: Analysenspektrum
Unverträglichkeit von 5-FU
(DPD Exon 14-Skipping Test)
Krebspatienten, die Träger der sogenannten Exon-14-Skipping-Mutation des DPD-Gens sind, stehen im Risiko, nach einer Chemotherapie mit 5-Fluorouracil schwere bis tödliche Nebenwirkungen zu erleiden. Wir haben einen Test zur Identifizierung dieser Mutation entwickelt, der als Routinediagnostik vor Anwendung von 5-Fluorouracil eingesetzt werden sollte.
Für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen gilt, dass dieser Test über einen Überweisungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen (Nr. 10) als "O-III-Leistung" angefordert werden kann und mit der Ziffer 32012 das Laborbudget bei Tumorpatienten nicht belastet.
Oncoscreen ist offizieller Lizenznehmer des Public Health Service (Gesundheitsbehörde) der USA für alle Tests, die im Zusammenhang mit genetischen Untersuchungen im DPD-Gen stehen. Diese Lizenzberechtigung ist für den gesamten europäischen Raum gültig. Wir bieten unter dieser Lizenz den DPD-Exon-14-Mutationstest an. mehr
Kontrolle des Therapieerfolges bei CML
(quantitative BCR-ABL Diagnostik)
Die malignen Zellen fast aller Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) enthalten das Fusionsgen BCR-ABL, welches allen nicht leukämischen Zellen fehlt. Durch eine Messung der BCR-ABL Genexpression in der Leukozytenpopulation des peripheren Blutes kann der Krankheitsverlauf selbst dann noch zuverlässig verfolgt werden, wenn andere Tests ihre Nachweisgrenze längst erreicht haben. Ein Rezidiv kann auf diese Weise frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Nur mit dieser Methode kann das sogenannte Drei Log Kriterium für die Glivectherapie (s. "wissenschaftlicher Hintergrund") angewandt werden.
Für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen gilt, dass dieser Test über einen Überweisungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen (Nr. 10) als "O-III-Leistung" angefordert werden kann und mit der Ziffer 32012 das Laborbudget bei Tumorpatienten nicht belastet. mehr
Nachweis der Polycythämia Vera
(prv-1 Diagnostik)
Bei Patienten mit deutlich erhöhtem Hämatokrit / Polyglobulie unbekannter Genese liegt die Verdachtsdiagnose einer Polycythämia vera nahe, die aber bislang durch keinen spezifischen Labortest geprüft werden konnte. Der prv-1 Test basiert auf einer deutlichen Überexpression des Gens prv-1 in den Granulozyten von Patienten mit Polycythämia vera. Damit liegt erstmals eine zuverlässige und relativ einfache Labormethode zur direkten Überprüfung der Verdachtsdiagnose einer Polycythämia vera vor.
Für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen gilt, dass dieser Test über einen Überweisungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen (Nr. 10) als "O-III-Leistung" angefordert werden kann und ggf. mit der Ziffer 32012 das Laborbudget bei Tumorpatienten nicht belastet. mehr
Meulengrachtsyndrom (UGT1A1 Test);
Unverträglichkeit von CPT-11
Das Enzym UGT1A1 ist maßgeblich am körpereigenen Abbau des Chemotherapeutikums CPT-11/Irinotecan beteiligt. Patienten mit einer bestimmten Struktur des UGT1A1-Gens (Gilbert-Meulengracht-Syndrom) bauen das CPT-11 unterdurchschnittlich langsam ab. Es gibt in der wissenschaftlichen Literatur Hinweise, dass solche Patienten ein hohes Risiko tragen, durch eine CPT-11-Behandlung starke Nebenwirkungen zu erleiden.
Die FDA der USA hat die UGT1A1-Mutationstestung als Prädiktor für eine Irinotecantoxizität anerkannt.
Für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen gilt, dass dieser Test über einen Überweisungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen (Nr. 10) als "O-III-Leistung" angefordert werden kann und mit der Ziffer 32012 das Laborbudget bei Tumorpatienten nicht belastet. mehr
Erbliches Nichtpolypöses Kolonkarzinom (Lynch Syndrom) und Mikrosatelliteninstabilität (MSI Test)
Hochgradige Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) gilt als molekular-genetischer Hinweis auf eine erbliche Veranlagung für das nicht polypöse Kolonkarzinom und als Voraussetzung für die gezielte Suche nach der pathogenen Mutation. Die Kenntnis der pathogenen Mutation kann genutzt werden, um das Erkrankungsrisiko naher Verwandter des Patienten zu ermitteln.
Für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen gilt, dass dieser Test über einen Überweisungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen (Nr. 10) als "O-III-Leistung" angefordert werden kann und mit der Ziffer 32012 das Laborbudget bei Tumorpatienten ggf. nicht belastet. mehr

