Arteriosklerose-Vorsorge

Arteriosklerose-Vorsorge

Unser Blut fließt durch ein Transportsystem von gigantischem Ausmaß. Um jedes Organ und jede Zelle zu erreichen, durchströmt es ein Adernetz, das aneinandergereiht locker zweieinhalbmal um den Erdball reichen würde. Dieses feinst verzweigte Förderband bringt den roten Lebenssaft bis in die äußersten Zehenspitzen. Und das mit der Geschwindigkeit eines Mopeds: 40 Stundenkilometer schnell durchfließen die fünf bis sechs Liter Blut in 60 Sekunden einmal den gesamten Organismus. Also 1440 mal am Tag.

Dazu müssen die „Leitungen“ (Arterien = Puls- oder Schlagadern) zugleich zäh und geschmeidig sein – um einerseits lebenslang dem Blut-Druck zu trotzen und andererseits die empfindlichen Blutkörperchen bei einem heftigen Aufprall nicht zu beschädigen.

Normalerweise kein Problem. Es sei denn, an den Innenwänden der Arterien bilden sich (ähnlich wie Kalkkrusten in Sanitärrohren) harte Ablagerungen - so genannte Plaques. Dann kann’s gefährlich werden.

Plaques bestehen aus Fetten, Kalksalzen, Blutzellen etc.  Mit der Zeit wird die Arterie enger und enger, das Blut fließt immer schlechter durch die Leitung. Wachsen die Ablagerungen weiter, kann die Ader verstopfen. Dann drohen Durchblutungsstörung. Oder gar Infarkte – etwa Herz- oder Schlaganfall.

Bakterien? Fett? Gene? Warum verstopfen die "Leitungen"?

Die Entstehung der Arteriosklerose ist ein Prozess, der noch nicht in allen Punkten eindeutig geklärt ist. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle, möglicherweise auch bestimmte Bakterien und ein körpereigenes Eiweiß-Abbauprodukt namens Homocystein.

Mit der Hilfe von moderenen Laboranalysen können Sie Risikofaktoren wie Homocystein, Cholesterin, Chlamydien-Bakterien und andere gezielt untersuchen lassen. Oder auch Ihr genetisches Arteriosklerose-Risiko abklären. Fragen Sie Ihren Arzt danach.