
Männervorsorge/PSA
Krebsvorsorge mit dem PSA-Test
PSA ist die Abkürzung für „Prostata spezifisches Antigen", ein Körpereiweiß, das ausschließlich von der Prostata gebildet wird. PSA wird bei der Ejakulation dem Samen beigemischt und fördert die Beweglichkeit der Spermien. In geringem Maße gelangt PSA auch ins Blut und kann in einer Blutprobe gemessen werden. Eine tumorbefallene Prostata produziert mehr PSA als eine gesunde. Daher eignet sich das Prostata spezifische Antigen als sogenannter Tumormarker.
Der Grenzwert
Beim PSA-Test hat man sich auf eine „kritische Grenze" von 4 ng/ml (4 Milliardstel Gramm PSA pro Milliliter Blut) geeinigt. Aber: Ein einmalig erhöhtes PSA darf nicht automatisch zur Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) führen. Denn dieser Schwellenwerts ist lediglich das Ergebnis einer allgemeinen Übereinkunft. Ein höherer Wert kann, muss aber keinesfalls zwingend von einem Prostatakarzinom verursacht sein.
Die Empfehlungen
Nach mehreren internationalen Studien und kontrovers geführter Diskussion hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie im Jahr 2009 aktualisierte Leitlinien für einen sinnvollen Umgang mit dieser Methode erarbeitet. Demnach gilt der PSA-Test auch weiterhin als unverzichtbare Maßnahme zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms. Folgendes ist dabei zu beachten:
- Die erste PSA-Bestimmung sollte bereits um das 40. Lebensjahr herum erfolgen.
- Dieser individuelle Ausgangswert sollte (sofern er unter 2 ng/ml liegt) in einem Intervall von zwei Jahren regelmäßig kontrolliert werden. So gewinnen Arzt und Patient zehn Jahre, in denen der PSA-Verlauf beobachtet werden kann.
- Bei Werten von über 2 ng/ml sollte ein Untersuchungsintervall von einem Jahr eingehalten werden.
- Ein erhöhter PSA-Wert (also 4 ng/ml und mehr) sollte unter Berücksichtung der zahlreichen Stör- und Einflussfaktoren kontrolliert werden.
- Eine Biopsie sollte erst bei einem kontrollierten PSA-Wert von über 4 ng/ml bei der erstmaligen Testung oder bei einem auffälligen PSA-Anstieg erfolgen.
Auch wenn der PSA-Test in den Medien mitunter sehr kritisch dargestellt wird: Tatsache ist, dass kaum ein Arzt auf diese Möglichkeit der Früherkennung verzichten möchte.
Wichtig: Ein Laborwert ist keine Diagnose. Das Ergebnis des PSA-Tests ist wie ein Symptom zu behandeln. Also als Hinweis - nicht als Beweis.

