
Mykotoxine
Schimmelpilze in Lebensmitteln
Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die für Mensch und Tier bereits in geringsten Mengen akut oder chronisch toxisch wirken. Sie werden nicht absichtlich den Lebensmitteln hinzugefügt - im Gegensatz zu Pflanzenschutzmitteln.
Die „Food and Agriculture Organization“ der UN (FAO) gibt an, dass ca. 25% der Weltproduktion an Agrarprodukten mit Mykotoxinen kontaminiert sind. Die Hauptgefährdung des Menschen erfolgt durch die Aufnahme kontaminierter Lebensmittel.
Bei Schimmelpilzgiften wird unterschieden zwischen Lager- und Feldtoxinen, je nachdem wo die Kontamination des Lebensmittels stattfindet:. Lagertoxine (Kontamination bei unsachgemäßer Lagerung) sind zum Beispiel Aflatoxine, Ochratoxin A und Patulin. Zu den Feldtoxinen (Kontamination bereits auf dem Feld) zählen u. a. Trichothecene, Zearalenon und Fumonisine.
Hauptvorkommen der einzelnen Mykotoxine:
- Aflatoxine: in Schalenobst, Gewürze, Feigen, Soja, Getreide, Mais
- Ochratoxin A: in Getreide, Mais, Kaffee, Weintrauben, Rosinen, Gewürze, Süßholz
- Patulin: in Obst & Gemüse, Säfte
- Trichothecene: in Getreide, Mais
- Fumonisine: in Mais
- Zearalenon: in Getreide, Mais, Soja
Durch die europäische Verordnung VO (EG) 1881/2006 wurden vom Gesetzgeber Höchstmengen erlassen, um den Verbraucherschutz zu gewährleisten.
Wir untersuchen nach genormten und standardisierten Verfahren alle gängigen Materialien (Matrices) auf Mykotoxine. Bei der Analytik setzen wir vor allem HPLC-Systeme ein, sowohl mit Fluoreszenz Detektoren (FLD), als auch mit Massenselektiven Detektoren (MS-MS).
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