Lungenkrebs-Früherkennung

Lungenkrebs-Früherkennung

Natürlich wissen Sie, dass Rauchen ein Risikofaktor ist für Herz und Blutgefäße, dass 90 Prozent aller Lungenkrebs-Erkrankten Raucher sind.

Würden Sie aufhören, wenn Sie wüssten, dass der blaue Dunst Ihren Körper schon geschädigt hat?

Veränderungen im Brustraum fallen hauptsächlich im Röntgenbild auf. Geröntgt wird meist, wenn ein Arzt den Verdacht hegt, dass sich hinter bestimmten Symptomen eine ernsthafte Erkrankung verbirgt. Weil es teuer ist und die Strahlen den Körper belasten, wird fast nie aus reiner Vorsorge geröntgt. Ausnahme ist die Mammografie in der Brustkrebs-Früh­erkennung.

Tückisch: Wenn typische Krankheitszeichen vorliegen und der Arzt einen Lungentumor schon im Röntgenbild erkennt, ist es in der Regel schon so spät, dass die Heilungschancen außerordentlich schlecht sind.

Zellen aus der Tiefe Ihrer Lungen

Es gibt aber eine Früherkennungsmethode, die bislang wenig beachtet wurde und dennoch sehr zuverlässig Lungenkrebs nachweisen kann. Diese Methode heißt „Sputumzytologie".

Sputum sagen die Mediziner zu „Auswurf", also dem abgehusteten Schleim aus der Tiefe der Lungen, und Zytologie ist die Lehre von den Zellen. „Sputumzytologie" ist also die Untersuchung von Zellen aus abgehustetem Schleim.

Sputum enthält meist neben dem Schleim auch Zellen, die sich vom Lungengewebe abgelöst haben. Diese Zellen interessieren den Zytologen: Er kann nach Anfärben und Mikroskopieren sagen, ob die untersuchten Zellen „normal" sind. Oder ob es Anzeichen dafür gibt, dass sie aus Tumorgewebe stammen.
Die Größe eines möglichen Tumors spielt dabei keine Rolle: Auch kleine, im Röntgenbild unsichtbare Krankheitsgeschehen werden somit auf­gedeckt.

Haben Sie Mut zu dieser Vorsorge: Lassen Sie Ihr Sputum untersuchen. Ein negatives Ergebnis heißt nicht: »Bitte weiter rauchen«. Aber bei einem positiven Befund ist meist noch nicht zu spät.