Straßenaufbruch

Schadstoffbelastung von Straßenaufbruch

Für die Verwertung oder Entsorgung von Straßen­aufbruch, der im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen anfällt, ist es notwendig, die Schadstoff­belastungen zu erfassen. Problematisch für die Umwelt wegen seines hohen Wassergefährdungspotentials ist insbesondere pechhaltiger Straßenaufbruch („Teer“). Straßenpech ist ein Pyrolyseprodukt der Stein­kohle und wurde allein oder in Gemischen mit Bitumen bis Mitte der 80er Jahre als Bindemittel im Straßenoberbau eingesetzt. Es enthält unter anderem hohe Konzentrationen (400 – 20.000 mg/kg) an kanzerogenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) sowie toxische Phenolverbindungen.

Bereits im Rahmen der Bauvorbereitung von Straßenbaumaßnahmen ist es daher notwendig, mittels geeigneter Probenahmen (Bohrkerne) und chemischer Analysen die verschiedenen Schichten des Straßenoberbaus auf dessen Zusammensetzung zu untersuchen. Auf Grundlage dieser Untersuch­ungsergebnisse kann die Einstufung in die jeweilige Verwert­ungs­klasse erfolgen. Maßgebliche Vorgaben finden sich hierzu in den „Richtlinien für die umweltverträgliche Verwertung von Ausbaustoffen mit teer-/pechtypischen Bestandteilen sowie für die Verwertung von Ausbauasphalt im Straßen­bau“ (RuVA-StB 01) sowie diversen länder­­spezifischen Regelungen.

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Dipl.-Ing. (FH) Bernd Blößl

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