
Thrombosen vorsorgen
Gefahr im Gefäß?
Die Neigung zur Thrombosen wird Thrombophilie genannt. Thrombophilie kann erworben werden oder ererbt sein. Bei einer bekannten oder vermuteten Häufung von Risikofaktoren bringt ein Basis-Labortest Klarheit. In einer Blutuntersuchung werden zunächst verschiedene Aktivitäten des Gerinnungssystems abgeklärt.
Risikofaktoren für eine erworbene Thromboseneigung (mit allen verheerenden Folgen bis hin zur Lungenembolie, zum Herz- oder Schlaganfall) sind
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Bettlägerigkeit
- Gipsverband
- Langes Sitzen oder Stehen
- Hormonpräparate (Verhütungsmittel), Hormonbehandlung (Wechseljahre)
- Schwangerschaft
Erblich bedingte Veranlagung?
Besonders wichtig ist zusätzlich eine molekularbiologische Diagnostik, um eine erblich bedingte Veranlagung zur Entwicklung von Thrombosen aufzudecken.
Denn: Besteht eine familiäre Häufung von Thrombosen, Embolien, Venenschwäche oder Krampfadern, ist eine Vererbung dieser Neigung sehr wahrscheinlich.
Als häufigste erbliche Ursache der Thrombophilie gilt die so genannte „Faktor V-Leiden-Mutation". Sie erhöht das Gerinnungsrisiko um das bis zu 100-fache. Bei fünf Prozent aller gesunden Frauen und Männer in Deutschland ist der Gerinnungsfaktor V genetisch verändert.
Krampfadern? Besenreiser?
Anzeichen für eine Erkrankung der Venen können schmerzhaft müde Beine, Krampfadern und sogar harmlose Besenreiser sein. Denn Venenleiden haben die Tendenz, sich zu verschlimmern, wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird.

